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EuroCup1 | Hannover United freut sich auf zehn Top-Spiele in 36 Stunden

Hannover United freut sich auf das Europapokal-Highlight im neuen "Fuchsbau". Foto: Torben Lobback
Hannover. Rollstuhlbasketball-Bundesligist Hannover United freut sich auf sein Europapokal-Highlight im Februar. Inzwischen steht der Spielplan für die EuroCup1-Vorrundengruppe B. United eröffnet das zweitägige Turnier im "Fuchsbau" am Freitag (2. Februar) gegen Fenerbahçe Spor Kulübü (Türkei). Am Samstagabend geht es für die Gastgeber im Abschlussspiel gegen Pilatus Dragons RCZS (Schweiz) um den Einzug in eine EuroCup-Finalrunde.
Neuer "Fuchsbau" mit Stadtbahn sehr gut erreichbar
Zehn Spiele stehen innerhalb von 36 Stunden dem Programm. Spielort ist der "Fuchsbau" in der neuen Sporthalle des Gymnasiums Sophienschule (Lüerstraße 18) im Zooviertel - dem neuen Zuhause von Hanover United. Das Turnierticket kostet für alle zehn Spiele 25 Euro, ermäßigt 15 Euro. Der Preis für Tageskarten liegt bei 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Hannover United empfiehlt, per Stadtbahn zum EuroCup zu fahren. Der "Fuchsbau" ist mit den Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11 (Haltestelle Braunschweiger Platz) oder der Stadtbahnlinie 11 (Haltestelle Congress Centrum) gut zu erreichen. Hannover United überträgt zudem alle Spiele live im Stream.
EuroCup1-Vorrunde
Gruppe B - Spielplan
Freitag, 2. Februar
11.15 Uhr Hannover United - Fenerbahçe Spor Kulübü
13.30 Uhr Sheffield Steelers - Manchester Revolution
15.45 Uhr Fenerbahçe Spor Kulübü - Pilatus Dragons RCZS
18.00 Uhr Manchester Revolution - Hannover United
20.15 Uhr Pilatus Dragons RCZS - Sheffield Steelers
Samstag, 3. Februar
10.00 Uhr Manchester Revolution - Fenerbahçe Spor Kulübü
12.15 Uhr Sheffield Steelers - Hannover United
14.30 Uhr Pilatus Dragons RCZS - Manchester Revolution
16.45 Uhr Fenerbahçe Spor Kulübü - Sheffield Steelers
19.00 Uhr Hannover United - Pilatus Dragons RCZS
Team Germany | Erskine steht auf der Liste für's Repechageturnier in Osaka

Vanessa Erskine ist vom Bundestrainer Dirk Passiwan für das Repechargeturnier in Osaka nominiert worden. Tobias Hell (kleines Bild von links), Jan Haller, Jan Sadler und Alexander Budde müssen noch warten. Foto: drcaesarhh/privat
Trier/Hannover. Hannover United hat wieder eine Nationalspielerin. Bundestrainer Dirk Passiwan hat Vanessa Erskine beim Selection Camp in Trier in der vergangenen Woche für das sogenannte Repechageturnier im April in Osaka (Japan), der Qualifikation für die Paralympischen Spiele 2024 in Paris, nominiert. Das Trainerteam, dem die Ex-Nationalspielerin Gesche Schünemann und Ralf Neumann angehören, haben zwölf Spielerinnen auf die Liste für Osaka gesetzt. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) muss die Nominierungen formell bestätigen.
Erskine holt 2021 mit Team Germany Platz 4 bei EM
Für Erskine wird das Repechageturnier der zweite Auftritt für Team Germany nach der Europameisterschaft 2021 in Madrid (Spanien). Deutschland landete auf Platz 4. Für Erskine wäre es, sollte sich Team Germany in Osaka für Paris 2024 qualifizieren, nicht die ersten Paralympics. Die heute 29-Jährige hatte 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) mit den USA paralympisches Gold gegen Team Germany gewonnen. Gegnerinnen damals unter anderem die heutige Assistenztrainerin Schünemann sowie die Mitspielerinnen Mareike Miller, Maya Lindholm und Anne Patzwald, die ebenfalls auf der Nominierungsliste für Osaka stehen. Ein Jahr später holte sie mit der US-Natio Silber bei den Panamerica Games.
Erskine seit 2017 bei Hannover United
Erskine spielt seit 2016 in Deutschland, wechselte in der Saison 2017/2018 von den RSB Thuringia Bulls zu Hannover United. Seit dem ist sie eine feste Größe im Team von Head Coach Martin Kluck. "Das Auswahlcamp in Trier war wahrscheinlich das intensivste, an dem ich je teilgenommen habe. Alle Spielerinnen haben sei gute Leistung gebracht. Es hat echt Spaß gemacht, auch wenn es körperlich und mentale unheimlich anstrengend war", sagte Erskine nach der Rückkehr aus Trier.
Vorläufiger* Kader für das Paralympics-Qualifikationsturnier in Osaka
Lisa Bergenthal (Klassifikation 3.5, Verein Doneck Dolphins Trier), Svenja Erni (3.5, Doneck Dolphins Trier), Vanessa Erskine (1.0, Hannover United), Amanda Fanariotis (4.5, RSKV Tübingen), Marie Kier (1.0, RSB Thuringia Bulls), Maya Lindholm (2.5, BG Baskets Hamburg), Svenja Mayer (2.5, RSV Bayreuth), Mareike Miller (4.5, Doneck Dolphins Trier), Nathalie Passiwan (4.5, Doneck Dolphins Trier), Anne Patzwald (1.0, ASD Briantea Cantù/Italien), Lilly Sellak (3.5, RSV Bayreuth), Catharina Weiß (1.0, RSV Lahn-Dill).
*Der DBS muss die Liste von Bundestrainer Dirk Passiwan noch bestätigen
Männer-Quartett kämpft in Kienbaum um Nominierung
Neben Erskine waren in der ersten Januarwoche von Hannover United auch Jan Haller, Jan Sadler, Tobias Hell, Alexander Budde und Coach Martin Kluck mit der Nationalmannschaft unterwegs. Der neue Bundestrainer Michael Engel hatte 14 Spieler ins Paralympische Trainingszentrum Kienbaum in Brandenburg eingeladen. "Wir haben Temperatur aufgenommen, sehr gut trainiert. Die Trainingsqualität war sehr hoch", sagte Bundestrainer Engel. "Wir tun alles Mögliche, um unseren Traum verwirklichen zu können."
Bundestrainer Engel lässt Kader noch offen
Der Traum ist die Qualifikation für Paris 2024. Die Männer-Nationalmannschaft muss sich ebenfalls über ein Repechageturnier bewähren. Das Turnier ist vom 12. bis 15. April in Antibes (Frankreich) angesetzt. Hier steht die Nominierungsliste für den DBS noch aus. Engel will sich mit seinem Assistenztrainer Martin Kluck und den Cheftrainern der U-Nationalmannschaften Peter Richarz (U22), Sebastian Wolk (U19) "mit etwas zeitlichem Abstand" beraten, heißt es.
RBBL1 | United verabschiedet sich von CJ McCarthy-Grogan
CJ McCarthy-Grogan wird nach der Winterpause nicht nach Hannover zurückkehren. Der 30-Jährige hat den Verein kurz vor dem Jahreswechsel darüber informiert, dass er aus persönlichen Gründen in seiner Heimat bleiben möchte und um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten. Diesem Wunsch kommt Hannover United nach.
Damit verlässt der Australier die Füchse nach nur rund drei Monaten, in denen er pro Spiel 7,6 Punkte erzielte und 3,1 Assists verteilte. „Wir bedauern die Entscheidung von CJ, haben aber auch Verständnis dafür. Persönlich wünschen wir ihm alles Gute und danken ihm für seinen Einsatz in den vergangenen Monaten“, so Head Coach Martin Kluck.
Intensive Wochen bei Hannover United

Aufgrund der wetterbedingten Verlegung des RBD-Pokalspiels gegen die BG Baskets Hamburg, begann dieses Spielwochenende für die Füchse von Hannover United bereits am Freitagabend. Hier ging man als klarer Favorit in das Duell mit dem Zweitligisten aus der Hansestadt.
Hamburg begann äußerst aufgeweckt, schaffte es häufig gegen die Presse und hohe Linie der Hannoveraner Lösungen zu finden. United war zwar fast die ganze Zeit in Führung, hatte aber in der ersten Halbzeit durchaus Probleme ihre Überlegenheit in letzter Konsequenz zu nutzen. Vor allem war zu Beginn das Wurfglück nicht auf Seiten des Gastgebers, so dass Hamburg das Spiel bis zur Halbzeit relativ eng gestalten konnte.
In der zweiten Hälfte war klar zu sehen, dass United jetzt mit einer ganz anderen Intensität agierte und sich so immer weiter absetzen konnte.
So steht am Ende ein verdienter 78:40 Sieg für United, die sich über weite Strecken von sehr gut aufspielenden Hamburgern haben ärgern lassen, trotzdem aber völlig verdient in das Final Four des RBD-Pokals im März einziehen.
Am Samstag folgte dann direkt das Topspiel gegen den amtierenden Meister aus Thüringen. Hier erwartete man von der ersten Minute an ein ganz anderes Spiel, als noch am Freitagabend. Obwohl die Mannschaft der Thuringia Bulls durch den Ausfall von Vahid Gholamazad definitiv geschwächt war, gingen diese als ungeschlagene Mannschaft mit breiter Brust in das Spiel gegen den Tabellendritten aus Hannover.
Es zeigte sich von Beginn an ein ähnliches Bild, wie schon am Freitagabend - ein sehr gut aufgelegter Gegner und ein schwieriger Start für die Füchse. So kam es, dass United bereits zum Ende des ersten Viertels mit 13:20 hinten lag. Hieran beteiligt war in besonderem Maße ein unfassbar gut ins Spiel gestarteter Aliaksandr Halouski, der 10 der 20 Punkte der Gäste, inklusive zweier Dreipunkttreffer, erzielte. Ebenso heiß in das Spiel gestartet war auf Seiten Uniteds allerdings Center Thomas McHugh, der in seinen ersten 14 gespielten Minuten, 11 Punkte machte. Die Aufgabe Uniteds lag jetzt im weiteren Verlauf des Spiels, ein solches Momentum, das Halouski und Co. hatten, im Keim zu ersticken.
Im Laufe des zweiten Viertels agierte United jedoch besser, traf offensiv konstanter und setzte defensiv schon einige Sachen mehr um und kam zwischenzeitlich bis auf drei Punkte an die Thuringia Bulls heran. Allerdings machten die Gäste zum Viertelende hin noch einen Run, der sie zum Halbzeitpfiff auf 24:32 davon ziehen ließ.
Die zweite Halbzeit begann aus United-Sicht mit einem bitteren 5:0 Run der Gäste, die somit eine 13-Punkte-Führung hatten.
Besonders zum Ende des dritten Spielabschnitts merkte man bei Hannover United jetzt allerdings deutlich mehr Energie.
Trotz alledem, dass nach dem dritten Viertel ein Ergebnis von 39:55 zu Buche stand, war United jetzt richtig wach und machte den Bulls mehr und mehr Druck.
Zu Beginn des vierten und letzten Viertels schaffte es United eine sonst sehr kontrollierte Mannschaft aus Thüringen zu drei wichtigen Ballverlusten zu zwingen, was einen letzten Versuch des Aufbäumens initiierte.
United schaffte es tatsächlich nochmal auf elf Punkte zu verkürzen, was aber gute vier Minuten vor Spielende zu spät kam. Die Bulls spielten grundsolide zu Ende, nahmen ordentlich Zeit von der Uhr und schafften es so, dass United nicht mehr „stop the clock“ spielen konnte.
Hannover United verliert am Ende verdient relativ deutlich mit 54:69. Jetzt gilt es den Blick schnell nach vorne zu richten, denn für die Füchse von Hannover United geht es am kommenden Donnerstag nach Klosterneuburg (Österreich), um dort die Gruppenphase des Eurocup 1 zu bestreiten.
Hannover United: Tom McHugh (19), Alexander Budde (11), Jan Sadler (6), Yoshinobu Takamatsu (6), Oliver Jantz (5/1 Dreier), Jakob Krömer (4), Peter Berry (3), Sören Seebold, Tobias Hell



