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Interview | United-II-Coach Lübrecht: "Uns sind kaum Grenzen gesetzt"

Christoph Lübrecht zeigt, wohin der Weg mit Hannover United II führen kann. Foto: Andreas Stich
Von Bennet Binder
Zuletzt vier Siege in Folge, nur zwei Niederlagen bisher - Platz drei. Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der Saison?
Ich denke, wir haben eine sehr erfolgreiche Hinrunde gespielt. Beeindruckt bin ich vor allem von der Entwicklung des Teams innerhalb dieser drei Monate. Nach einer sehr kurzen Saisonvorbereitung haben wir sehr schnell in die Saison gefunden. Im Spiel gegen Tabellenführer Bayreuth haben wir über drei Viertel gezeigt, dass wir mit den besten Teams der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL2, d. Red.) mithalten können. Auch die anschließende Arbeit im Training an der Verbesserung der Leistungskonstanz hat sich dann in knappen Spielen gegen Ulm und auch das schwere Spiel am folgenden Tag gegen das Damenteam (Team Germany-Osnabrück, d. Red.) bezahlt gemacht. Wir haben die Entwicklungen der vergangenen Saison fortgesetzt und sind weiter als Team zusammengewachsen.
Was hat euch in der ersten Hälfte der Saison stark gemacht?
Der für mich wichtigste Grund für unsere erfolgreiche Hinrunde ist, dass wir in jedem Spiel als Team aufgetreten sind. Jeder Spieler weiß, wie wichtig er für das Team ist, welche Rolle er hat und welche Erwartungen gesetzt sind. Mir ist besonders wichtig, dass jeder Spieler gefährlich ist und in entsprechenden Situationen den Korberfolg sucht. So sind wir als Team schwerer auszurechnen als Teams, die nur zwei oder drei Scorer haben. Als weiteren Grund möchte ich unsere wirklich gute Teamchemie nennen. Wir haben einige ältere, erfahrene Spieler und Spielerin, aber auch junge, hungrige Talente. Diese Kombination funktioniert sehr gut und wir haben durch unseren großen Kader von 14 Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit, sehr variabel mit unterschiedlichen Line-ups auf verschiedene Situationen zu reagieren.
Felix Heise und du sind seit dieser Saison gemeinsam Spielertrainer, wie hat das bisher funktioniert?
Das funktioniert wirklich gut. Nach der letzten Saison, in der ich allein Spielertrainer war, ist es sehr hilfreich, jemanden wie Felix an meiner Seite zu haben. Er übernimmt viele Aufgaben und ist neben mir auch als Ansprechpartner für das Team zur Stelle. Auch wenn ich gerade spiele und eine andere Sicht auf die Abläufe habe als von der Seitenlinie, unterstützt er sehr gut gerade in Bezug auf Wechsel und Auszeiten.
Du hast die United-Talent im Kader erwähnt. Welche Ziele hast du mit den jungen Spielern?
Das oberste Ziel für unsere Talente ist, dass sie weiter Spaß am Rollstuhlbasketball haben. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass sie sich auch sportlich weiterentwickeln. Ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen und Teams, in denen sie sich in ihrem Tempo entwickeln können, sind elementar und wird, denke ich, bei Hannover United gut umgesetzt. Wir versuchen, die jungen Spieler auf ihrem Weg eventuell in die RBBL1 sowie durch die jeweiligen Nationalmannschaften zu begleiten, Ansprechpartner zu sein, an individuellen Aspekten zu arbeiten. Wichtig sind auch Teambuilding-Maßnahmen wie beim Auswärtsspiel in Tirol, wo wir drei Tage miteinander verbracht haben. Es geht bei allem Basketball und dem Wunsch, sportlich erfolgreich zu sein, auch darum, ein soziales Netzwerk für alle zu schaffen, in dem sich die Menschen gern bewegen. Und wenn junge Spielerinnen und Spieler gern zum Training oder zu Heim- und Auswärtsspielen kommen und Lust haben, hart an sich zu arbeiten, stellt sich auch die sportliche Weiterentwicklung ein. Ich denke, das kann man bereits sehr gut bei all unseren jungen Akteuren sehen.
Sören Seebold spielt und trainiert diese Saison auch bei HU1 mit. Wie siehst Du seine Entwicklung und was traust Du ihm noch zu?
Sören hat eine bemerkenswerte Hinrunde hinter sich. Die Doppelbelastung mit Hannover United und Hannover United II ist extrem hoch. Ich bin beeindruckt, wie er das in den vergangenen Monaten gemeistert hat. Bei United II ist er definitiv zum Führungsspieler herangewachsen. Er leitet das Warm-up und ist einer der wichtigsten Motivatoren und Stimmen des Teams. Mit seiner Geschwindigkeit und seinem Wurf sowie seinem Spielverständnis, das sich stark verbessert hat, ist er nicht aus dem Team wegzudenken. Und dazu parallel nach und nach den Schritt in die RBBL zu vollziehen, ist unglaublich schwierig und es geht darum, ihn so gut es geht zu unterstützen und vor allem seine Belastungen zu kontrollieren und zu steuern. Ich traue Sören definitiv zu, in naher Zukunft zum Erstligaspieler heranzureifen.
Das Ziel "Klassenerhalt" dürfte schon so gut wie geschafft sein. Wo wollt Ihr jetzt noch hin?
Definitiv mussten wir unser vor der Saison gesetztes Ziel "Klassenerhalt" nach dieser Hinrunde etwas anpassen. Wir werden den Fokus aber weiterhin darauf setzen, unsere Pflichtaufgaben gegen die Teams in der unteren Tabellenhälfte zu erfüllen. Alles weitere wird man sehen. Das Auswärtsspiel gegen Ulm wird sehr interessant. Vielleicht können wir Hamburg vor eigenem Publikum mal etwas ärgern. Das neue Saisonziel ist ein gesicherter Platz im Tabellenmittelfeld.
Was hast Du dir für den Rest der Saison vorgenommen?
Mein größtes Anliegen ist es, die Entwicklung des Teams in den letzten eineinhalb Jahren fortzuführen - sowohl im sportlichen Sinne als auch im zwischenmenschlichen Bereich. Ich denke, dass wir noch viel Potenzial im Team haben, das wir noch nicht entfaltet haben. Uns sind mit unserer Mischung aus Talenten und Routiniers kaum Grenzen gesetzt, wenn wir weiter als Team hart arbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Ich persönlich möchte mich in der Rolle des Spielertrainers weiter entwickeln. Aufgrund der Doppelrolle sind hier besondere Schwierigkeiten zu bewältigen und ich habe hier noch viel Entwicklungspotenzial. Aber die Hinrunde zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die Unterstützung, die ich durch das Team und vor allem durch Felix Heise erfahre, helfen ungemein, um den verschiedenen Rollenanforderungen gerecht zu werden.
RBBL1 | 76:50 - United stellt mit Blitzstart Weichen früh auf Sieg in Zwickau

Hannover United hat Grund zum Lachen. Das Team gewann in Zwickau- inklusive Pokal- das fünfte Pflichtspiel in Folge. Mit dem Sieg kletterte das Team um Spielmacher Jan Haller (Mitte) auf Playoff-Platz vier. Foto: Andreas Stich (Archiv)
Von Bennet Binder
Zwickau. Hannover United ist mit einem 76:50 Sieg in das neue Jahr gestartet. Am 11. Spieltag der 1.Rollstuhlbasketball-Bundesliga war die Mannschaft von Trainer Martin Kluck zu Gast beim Aufsteiger RB Zwickau. Von Anfang an zeigten die "Füchse" schnellen, zielgerichteten Basketball. Schnell führte United in der Sporthalle Mosel mit 21:0 und ließ dem Aufsteiger im ersten Viertel keine Chance. Bis zur ersten Viertelpause ließ die Mannschaft um Kapitän Jan Sadler nur einen einzigen Punkt zu. "Dass wir das erste Viertel 23:1 gewinnen, war für uns spielbestimmend", so Topscorer Alexander Budde.
United hält Zwickau auf Abstand
Dieser Blitzstart war also der Grundstein zum Sieg. In der Folge ließ es United ein wenig ruhiger angehen, Zwickau fand zudem besser ins Spiel. "Bei uns ist die Intensität verloren gegangen", sagte Budde. Auf das Ergebnis hatte die Entwicklung kaum Einfluss. United baute die Führung zeitweise bis auf 31 Punkte aus. In den letzten Minuten betrieb Zwickau etwas Ergebniskosmetik. "Mit dem 26-Punktevorsprung sind wir zufrieden", so der United-Topscorer.
Erstliga-Premiere für Talent Conrad
Nicht mit von der Partie waren die Australier Shaun Norris und Thomas McHugh. Das "Aussie"-Duo spielt aktuell mit der Nationalmannschaft bei den IWBF Asia Oceania Championships in Bangkok (Thailand) um das Paralympics-Ticket. Außerdem fehlte Vanessa Erskine, die zeitgleich mit dem Team Germany/Osnabrück bei den Allianz Rollers Ulm an den Start ging. Die drei Ausfälle sorgten dafür, dass United-Talent Sören Seebold zu knapp zehn Minuten Spielzeit kam, aber auch Luis Conrad, der aus HU2 aushalf, wurde von Coach Martin Kluck eingesetzt und sammelte seine ersten Bundesligaminuten.
Bundestrainer Engel beobachtet Nationalspieler
Zeuge des Auftaktsiegs 2024 von Hannover United war Michael Engel. Der neue Bundestrainer schaute sich die Partie in der Sporthalle Mosel an und sah, wie seine Nationalspieler Alexander Budde (29 Punkte), Jan Sadler (20) und Jan Haller (13) treffsicher Punkte sammelten. Ob das für eine Nominierung für das Repechageturnier im April in Frankreich reicht, bei dem Team Germany sich für die Paralympics qualifizieren will, ist offen. Nach dem intensiven Trainingslager in der ersten Januarwoche, dem ersten Selection Camp für Engel, hatten sich der Bundestrainer und sein Trainerstab um Assistent Martin Kluck Zeit ausbedungen, um die personellen Entscheidungen zu treffen.
RB Zwickau: Teemu Partanen (18 Punkte), Maximilian Chagger (12), Marek Wesolowski (7), Daniel Gehse (5), Edgaras Ciaplinskas, Steven Elliot (je 4), André Weiland, Daniel Bigu, Thomas Barnes.
Hannover United: Alexander Budde (29 Punkte), Jan Sadler (20/1 Dreier), Jan Haller (13), Jan Gans (8), Oliver Jantz (6), Luis Conrad, Sören Seebold, Tobias Hell.
RBBL1 | United will in Zwickau Boden auf Playoff-Plätze gut machen

Die Australier Shaun Norris (Mitte) und Tom McHugh (links) fehlen Hannover United beim RB Zwickau. Foto: Maike Lobback
Hannover. Hannover United hat im neuen Jahr Fahrt aufgenommen im Kampf um die Playoff-Plätze. Am 11. Spieltag der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga ist der Tabellenfünfte am Samstag (16 Uhr) zu Gast bei Aufsteiger RB Zwickau. "Zwickau hat viele talentierte, teils junge Spieler, die ihren Weg machen. Die bringen viel Athletik, Geschwindigkeit und großen Willen mit", sagt United-Coach Martin Kluck. "Das wird gerade in der Halle in Zwickau eine Herausforderung. Wir sind selbstbewusst, aber gewarnt."
Norris, McHugh und Erskine fehlen
Kluck muss in Zwickau auf Shaun Norris und Tom McHugh verzichten, die mit der australischen Nationalmannschaft bei den IWBF Asia Oceania Championships um die Paralympics-Teilnahme spielen. Auch nicht dabei: Nationalspielerin Vanessa Erskine. Die 29-Jährige spielt mit Team Germany Osnabrück in der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga bei den Allianz Rollers Ulm. "Wenn so viele Leistungsträger fehlen, wird es für den einen oder anderen mehr Einsatzzeiten geben", sagt Coach Kluck. "Wir haben die Qualität auf der Bank, um in die Bresche zu springen."
Konkurrenz nimmt sich gegenseitig Punkte ab
United will trotz der Ausfälle gegenüber den Rhine River Rhinos Wiesbaden und den Doneck Dolphins Trier in der Tabelle Boden gut machen. Wiesbaden ist aktuell Dritter mit einem Spiel und zwei Punkten mehr als Hannover United. Trier hat ebenfalls zwei Punkte mehr auf dem Konto - aber auch zwei Spiele mehr absolviert. Da kommt es ganz gelegen, dass beide Teams am Samstagabend in Trier aufeinander treffen.
RBBL1 | 11. Spieltag, Samstag, 13. Januar
16 Uhr RB Zwickau - Hannover United
https://fibalivestats.dcd.shared.geniussports.com/u/GWBF/2298109/
17 Uhr RBB München Iguanas - ING Skywheelers Frankfurt
https://fibalivestats.dcd.shared.geniussports.com/u/GWBF/2298112/
17 Uhr BBC Münsterland - RSB Thuringia Bulls
https://fibalivestats.dcd.shared.geniussports.com/u/GWBF/2298106/
17 Uhr RBC Köln 99ers - RSV Lahn-Dill
https://fibalivestats.dcd.shared.geniussports.com/u/GWBF/2298115/
18 Uhr Doneck Dolphins Trier - Rhine River Rhinos Wiesbaden
https://fibalivestats.dcd.shared.geniussports.com/u/GWBF/2298118/
EuroCup1 | Hannover United freut sich auf zehn Top-Spiele in 36 Stunden

Hannover United freut sich auf das Europapokal-Highlight im neuen "Fuchsbau". Foto: Torben Lobback
Hannover. Rollstuhlbasketball-Bundesligist Hannover United freut sich auf sein Europapokal-Highlight im Februar. Inzwischen steht der Spielplan für die EuroCup1-Vorrundengruppe B. United eröffnet das zweitägige Turnier im "Fuchsbau" am Freitag (2. Februar) gegen Fenerbahçe Spor Kulübü (Türkei). Am Samstagabend geht es für die Gastgeber im Abschlussspiel gegen Pilatus Dragons RCZS (Schweiz) um den Einzug in eine EuroCup-Finalrunde.
Neuer "Fuchsbau" mit Stadtbahn sehr gut erreichbar
Zehn Spiele stehen innerhalb von 36 Stunden dem Programm. Spielort ist der "Fuchsbau" in der neuen Sporthalle des Gymnasiums Sophienschule (Lüerstraße 18) im Zooviertel - dem neuen Zuhause von Hanover United. Das Turnierticket kostet für alle zehn Spiele 25 Euro, ermäßigt 15 Euro. Der Preis für Tageskarten liegt bei 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Hannover United empfiehlt, per Stadtbahn zum EuroCup zu fahren. Der "Fuchsbau" ist mit den Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11 (Haltestelle Braunschweiger Platz) oder der Stadtbahnlinie 11 (Haltestelle Congress Centrum) gut zu erreichen. Hannover United überträgt zudem alle Spiele live im Stream.
EuroCup1-Vorrunde
Gruppe B - Spielplan
Freitag, 2. Februar
11.15 Uhr Hannover United - Fenerbahçe Spor Kulübü
13.30 Uhr Sheffield Steelers - Manchester Revolution
15.45 Uhr Fenerbahçe Spor Kulübü - Pilatus Dragons RCZS
18.00 Uhr Manchester Revolution - Hannover United
20.15 Uhr Pilatus Dragons RCZS - Sheffield Steelers
Samstag, 3. Februar
10.00 Uhr Manchester Revolution - Fenerbahçe Spor Kulübü
12.15 Uhr Sheffield Steelers - Hannover United
14.30 Uhr Pilatus Dragons RCZS - Manchester Revolution
16.45 Uhr Fenerbahçe Spor Kulübü - Sheffield Steelers
19.00 Uhr Hannover United - Pilatus Dragons RCZS
Team Germany | Erskine steht auf der Liste für's Repechageturnier in Osaka

Vanessa Erskine ist vom Bundestrainer Dirk Passiwan für das Repechargeturnier in Osaka nominiert worden. Tobias Hell (kleines Bild von links), Jan Haller, Jan Sadler und Alexander Budde müssen noch warten. Foto: drcaesarhh/privat
Trier/Hannover. Hannover United hat wieder eine Nationalspielerin. Bundestrainer Dirk Passiwan hat Vanessa Erskine beim Selection Camp in Trier in der vergangenen Woche für das sogenannte Repechageturnier im April in Osaka (Japan), der Qualifikation für die Paralympischen Spiele 2024 in Paris, nominiert. Das Trainerteam, dem die Ex-Nationalspielerin Gesche Schünemann und Ralf Neumann angehören, haben zwölf Spielerinnen auf die Liste für Osaka gesetzt. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) muss die Nominierungen formell bestätigen.
Erskine holt 2021 mit Team Germany Platz 4 bei EM
Für Erskine wird das Repechageturnier der zweite Auftritt für Team Germany nach der Europameisterschaft 2021 in Madrid (Spanien). Deutschland landete auf Platz 4. Für Erskine wäre es, sollte sich Team Germany in Osaka für Paris 2024 qualifizieren, nicht die ersten Paralympics. Die heute 29-Jährige hatte 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) mit den USA paralympisches Gold gegen Team Germany gewonnen. Gegnerinnen damals unter anderem die heutige Assistenztrainerin Schünemann sowie die Mitspielerinnen Mareike Miller, Maya Lindholm und Anne Patzwald, die ebenfalls auf der Nominierungsliste für Osaka stehen. Ein Jahr später holte sie mit der US-Natio Silber bei den Panamerica Games.
Erskine seit 2017 bei Hannover United
Erskine spielt seit 2016 in Deutschland, wechselte in der Saison 2017/2018 von den RSB Thuringia Bulls zu Hannover United. Seit dem ist sie eine feste Größe im Team von Head Coach Martin Kluck. "Das Auswahlcamp in Trier war wahrscheinlich das intensivste, an dem ich je teilgenommen habe. Alle Spielerinnen haben sei gute Leistung gebracht. Es hat echt Spaß gemacht, auch wenn es körperlich und mentale unheimlich anstrengend war", sagte Erskine nach der Rückkehr aus Trier.
Vorläufiger* Kader für das Paralympics-Qualifikationsturnier in Osaka
Lisa Bergenthal (Klassifikation 3.5, Verein Doneck Dolphins Trier), Svenja Erni (3.5, Doneck Dolphins Trier), Vanessa Erskine (1.0, Hannover United), Amanda Fanariotis (4.5, RSKV Tübingen), Marie Kier (1.0, RSB Thuringia Bulls), Maya Lindholm (2.5, BG Baskets Hamburg), Svenja Mayer (2.5, RSV Bayreuth), Mareike Miller (4.5, Doneck Dolphins Trier), Nathalie Passiwan (4.5, Doneck Dolphins Trier), Anne Patzwald (1.0, ASD Briantea Cantù/Italien), Lilly Sellak (3.5, RSV Bayreuth), Catharina Weiß (1.0, RSV Lahn-Dill).
*Der DBS muss die Liste von Bundestrainer Dirk Passiwan noch bestätigen
Männer-Quartett kämpft in Kienbaum um Nominierung
Neben Erskine waren in der ersten Januarwoche von Hannover United auch Jan Haller, Jan Sadler, Tobias Hell, Alexander Budde und Coach Martin Kluck mit der Nationalmannschaft unterwegs. Der neue Bundestrainer Michael Engel hatte 14 Spieler ins Paralympische Trainingszentrum Kienbaum in Brandenburg eingeladen. "Wir haben Temperatur aufgenommen, sehr gut trainiert. Die Trainingsqualität war sehr hoch", sagte Bundestrainer Engel. "Wir tun alles Mögliche, um unseren Traum verwirklichen zu können."
Bundestrainer Engel lässt Kader noch offen
Der Traum ist die Qualifikation für Paris 2024. Die Männer-Nationalmannschaft muss sich ebenfalls über ein Repechageturnier bewähren. Das Turnier ist vom 12. bis 15. April in Antibes (Frankreich) angesetzt. Hier steht die Nominierungsliste für den DBS noch aus. Engel will sich mit seinem Assistenztrainer Martin Kluck und den Cheftrainern der U-Nationalmannschaften Peter Richarz (U22), Sebastian Wolk (U19) "mit etwas zeitlichem Abstand" beraten, heißt es.
RBBL1 | United verabschiedet sich von CJ McCarthy-Grogan
CJ McCarthy-Grogan wird nach der Winterpause nicht nach Hannover zurückkehren. Der 30-Jährige hat den Verein kurz vor dem Jahreswechsel darüber informiert, dass er aus persönlichen Gründen in seiner Heimat bleiben möchte und um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten. Diesem Wunsch kommt Hannover United nach.
Damit verlässt der Australier die Füchse nach nur rund drei Monaten, in denen er pro Spiel 7,6 Punkte erzielte und 3,1 Assists verteilte. „Wir bedauern die Entscheidung von CJ, haben aber auch Verständnis dafür. Persönlich wünschen wir ihm alles Gute und danken ihm für seinen Einsatz in den vergangenen Monaten“, so Head Coach Martin Kluck.
Intensive Wochen bei Hannover United

Aufgrund der wetterbedingten Verlegung des RBD-Pokalspiels gegen die BG Baskets Hamburg, begann dieses Spielwochenende für die Füchse von Hannover United bereits am Freitagabend. Hier ging man als klarer Favorit in das Duell mit dem Zweitligisten aus der Hansestadt.
Hamburg begann äußerst aufgeweckt, schaffte es häufig gegen die Presse und hohe Linie der Hannoveraner Lösungen zu finden. United war zwar fast die ganze Zeit in Führung, hatte aber in der ersten Halbzeit durchaus Probleme ihre Überlegenheit in letzter Konsequenz zu nutzen. Vor allem war zu Beginn das Wurfglück nicht auf Seiten des Gastgebers, so dass Hamburg das Spiel bis zur Halbzeit relativ eng gestalten konnte.
In der zweiten Hälfte war klar zu sehen, dass United jetzt mit einer ganz anderen Intensität agierte und sich so immer weiter absetzen konnte.
So steht am Ende ein verdienter 78:40 Sieg für United, die sich über weite Strecken von sehr gut aufspielenden Hamburgern haben ärgern lassen, trotzdem aber völlig verdient in das Final Four des RBD-Pokals im März einziehen.
Am Samstag folgte dann direkt das Topspiel gegen den amtierenden Meister aus Thüringen. Hier erwartete man von der ersten Minute an ein ganz anderes Spiel, als noch am Freitagabend. Obwohl die Mannschaft der Thuringia Bulls durch den Ausfall von Vahid Gholamazad definitiv geschwächt war, gingen diese als ungeschlagene Mannschaft mit breiter Brust in das Spiel gegen den Tabellendritten aus Hannover.
Es zeigte sich von Beginn an ein ähnliches Bild, wie schon am Freitagabend - ein sehr gut aufgelegter Gegner und ein schwieriger Start für die Füchse. So kam es, dass United bereits zum Ende des ersten Viertels mit 13:20 hinten lag. Hieran beteiligt war in besonderem Maße ein unfassbar gut ins Spiel gestarteter Aliaksandr Halouski, der 10 der 20 Punkte der Gäste, inklusive zweier Dreipunkttreffer, erzielte. Ebenso heiß in das Spiel gestartet war auf Seiten Uniteds allerdings Center Thomas McHugh, der in seinen ersten 14 gespielten Minuten, 11 Punkte machte. Die Aufgabe Uniteds lag jetzt im weiteren Verlauf des Spiels, ein solches Momentum, das Halouski und Co. hatten, im Keim zu ersticken.
Im Laufe des zweiten Viertels agierte United jedoch besser, traf offensiv konstanter und setzte defensiv schon einige Sachen mehr um und kam zwischenzeitlich bis auf drei Punkte an die Thuringia Bulls heran. Allerdings machten die Gäste zum Viertelende hin noch einen Run, der sie zum Halbzeitpfiff auf 24:32 davon ziehen ließ.
Die zweite Halbzeit begann aus United-Sicht mit einem bitteren 5:0 Run der Gäste, die somit eine 13-Punkte-Führung hatten.
Besonders zum Ende des dritten Spielabschnitts merkte man bei Hannover United jetzt allerdings deutlich mehr Energie.
Trotz alledem, dass nach dem dritten Viertel ein Ergebnis von 39:55 zu Buche stand, war United jetzt richtig wach und machte den Bulls mehr und mehr Druck.
Zu Beginn des vierten und letzten Viertels schaffte es United eine sonst sehr kontrollierte Mannschaft aus Thüringen zu drei wichtigen Ballverlusten zu zwingen, was einen letzten Versuch des Aufbäumens initiierte.
United schaffte es tatsächlich nochmal auf elf Punkte zu verkürzen, was aber gute vier Minuten vor Spielende zu spät kam. Die Bulls spielten grundsolide zu Ende, nahmen ordentlich Zeit von der Uhr und schafften es so, dass United nicht mehr „stop the clock“ spielen konnte.
Hannover United verliert am Ende verdient relativ deutlich mit 54:69. Jetzt gilt es den Blick schnell nach vorne zu richten, denn für die Füchse von Hannover United geht es am kommenden Donnerstag nach Klosterneuburg (Österreich), um dort die Gruppenphase des Eurocup 1 zu bestreiten.
Hannover United: Tom McHugh (19), Alexander Budde (11), Jan Sadler (6), Yoshinobu Takamatsu (6), Oliver Jantz (5/1 Dreier), Jakob Krömer (4), Peter Berry (3), Sören Seebold, Tobias Hell



